Diversifizierung einer Geschäftsidee am Beispiel DocCheck

Ein Gastbeitrag in Zusammenarbeit mit DocCheck.com.

Mit mehr als 860.000 registrierten Mitgliedern ist das Portal DocCheck nach eigenen Angaben die größte Community für medizinische Fachberufe in Europa. Von einer „Nische“ mag man in diesem Fall also schon gar nicht mehr sprechen, auch wenn sich DocCheck konsequent nur auf diese spezielle Zielgruppe ausrichtet.

Doch damit nicht genug. Zahlreiche Services rund um die Medizin, etwa täglich erscheinende Newsletter, die medizinische Bilddatenbank „DocCheck Pictures“, ein eigenes Medizinwiki namens „DocCheck Flexikon“ oder ein Online-Shop mit medizinischen Produkten und mehr, all dies trägt zur Diversifizierung des Geschäftsmodells der DocCheck AG aus Köln bei. Ein Vorbild für andere Gründungen aus ähnlichen, aber auch komplett unterschiedlichen Gebieten im Onlinebereich?

Das Angebot reicht hin bis zum eigenen App-Store

Interessant etwa: Bei DocCheck Jobs finden Ärzte, Apotheker und andere Heilberufler über ein eigenes Ärzte Jobs Portal ein großes Angebot an freien Stellen der Branche. Neben den großen, allseits bekannten Stellenportalen im Internet fokussiert sich das Unternehmen damit auf eine sehr spezifische Zielgruppe, sicherlich nicht unwichtig für die Refinanzierung der kostenlosen Informationsservices. Die DocCheck Jobs-Seite reiht sich dabei nahtlos ein in periphere Zusatzleistungen, wie etwa den „DocCheck Load“, mit medizinischen Fachbüchern, oder auch eLearning-Kursen.

Mit eigenen Apps und sogar einem eigenen App-Store werden nicht nur jüngere Zielgruppen angesprochen, sondern gleichzeitig auch das Geschäftsmodell erweitert. Und: Die angebotenen Leistungen lassen sich sogar in die Onlineangebote Dritter integrieren, so finden sich etwa bei der bekannten „Roten Liste“ oder aber bei Nischenportalen wie der „Arbeitsgemeinschaft österreichischer Krankenhausapotheker“ einzelne Services des Kölner Unternehmens wieder.

Diversifizierung als langfristige Zielsetzung

An diesem gelungenen Online-Beispiel lässt sich besonders gut erkennen, wie sich ein initiales Konzept – in diesem Fall eine Community für ärztliches Fachpersonal – nach und nach so ausbauen lässt, dass das zugehörige Portal quasi zu einer Art Instanz bei der relevanten Zielgruppe wird. Natürlich wird nicht jeder Gründer und jedes StartUp die Möglichkeit haben, eine solche Diversifizierung kurz- oder mittelfristig zu erreichen. Nicht umsonst wurde das ursprüngliche Unternehmen der DocCheck AG bereits 1990 gegründet, und nicht umsonst beschäftigt die Firma mehr als 20 Mitarbeiter, wobei viele der vergleichbaren Internetunternehmen einen deutlich höheren Personalaufwand benötigen. Sogar ein eigener Außendienst gehört zu dem Online-Dienstleistungsunternehmen.

Und: Im November 2011 konnte das Portal mit rund 7 Millionen Page Impressions und 2,8 Millionen Besuchern ein bisheriges „All Time High“ aufbauen, wie aus dem Unternehmensbericht der AG hervorgeht. Auch von solchen Zahlen kann so mancher Onlinegründer zunächst nur träumen. Und dennoch: Gerade im StartUp Bereich ist es immer wieder von enormer Wichtigkeit, solche und ähnliche Vorbilder vor Augen zu haben und zu studieren, denn aus den zugehörigen Geschäftsmodellen lassen sich oft wertvolle Rückschlüsse für die eigenen unternehmerischen Tätigkeiten ziehen.

Nicht nur die Amazons und Ebays dieser Welt dienen also der Orientierung, sondern auch „Nischen“-Anbieter wie DocCheck & Co.

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