Onlineportal Greenbop.de: Grüne Augenweide für das Büro oder Zuhause

Ob für das Büro oder das eigene Zuhause, Greenbop verbindet den „grünen“ Lifestyle mit einem schicken Onlineshop.

Mit Gründerin und Inhaberin Christina Hochhausen sprachen wir über diese grüne Augenweide:

Frau Hochhausen, wie kommt das Konzept von Greenbop bei Ihren Kunden an, und wer bestellt hauptsächlich bei Ihnen, Firmen oder Privatpersonen?

Das Feedback zu dem Konzept war bisher außergewöhnlich gut! Wir hören Attribute wie „erfrischend“, „einfach schön“, „mal was Neues“ und auch immer wieder die Überraschung darüber, dass man Pflanzen überhaupt im Internet kaufen und versenden kann. Und nicht nur bei Pflanzenliebhabern kommt das Konzept gut an, sondern auch bei Leuten (oft aus der jüngeren Generation), die dem Thema Pflanzen, insbesondere Zimmerpflanzen, ein etwas angestaubtes Image zugesprochen haben. Wir erwecken also auch bei Menschen Bedürfnisse, die sich dem Thema bis heute eher verschlossen haben.

Bisher war das Verhältnis unsere Bestellungen zwischen Privat- und Firmenkunden sehr ausgewogen. Das Thema an sich ist für beide Zielgruppen sehr relevant, denn es verschönert den Alltag, bringt Freude und verbessert die Luftqualität in Wohn- und in Büroräumen.

Der Lifestyle-Aspekt und Nutzen von Pflanzen wird also von beiden Gruppen sehr wertgeschätzt. Büros kaufen allerdings eher größere und robuste Grünpflanzen, wobei Endkunden auch mal ausgefallenere, pflegeintensivere, kleinere und blühende Pflanzen kaufen.

Für das Frühjahr und den Sommer, wenn dann auch Pflanzen für Balkon und Garten zu unserem Sortiment dazukommen, werden die Verkäufe dann aber wohl eher bei den Privatpersonen stärker steigen. Wir werden aber zukünftig vom Angebot her versuchen, für beide Zielgruppen spezifische Angebote zu machen – so wie z.B. ein Deko-Abo für Privatleute, welches auf saisonale Akzente im Haus setzt, und für Büros werden wir versuchen Komplettlösungen, noch mehr größere Pflanzen und einen Beratungsservice anzubieten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein schickes Floristikgeschäft in das Internet zu bringen?

Hier sind eigentlich mehrere Faktoren zusammen gekommen. Vorrangig war für mich meine Leidenschaft für das Thema. Hinzu kam der Wunsch sich im Internet-Handel selbstständig zu machen.

Ausschlaggebend war aber auch, dass ich so lange in London gelebt habe, wo ich den Trend vom ‚urban gardening‘ und ‚grow-it-yourself‘ schon vor 10 Jahren mit Spannung beobachtet habe. In Großbritannien gibt es schon einige Shops, die Pflanzen und Gartenartikel als modernes Lifestyle Produkt verkaufen. Mich haben aber auch die TV-Shows in England inspiriert, in denen Protagonist wie Diarmuid Gavin, so eine Art Jamie Oliver für die Gartenbranche, zeigen, dass Pflanzen auch ‚cool‘ sein können und dass man sie im Garten und zu Hause auch gezielt als Designobjekte einsetzen kann.

Zu guter Letzt, ist die Garten und Pflanzenbranche im Vergleich zu anderen Branchen im Internet noch nicht so weit entwickelt, so dass ich als Newcomer hier auch gute Chancen und eine Marktlücke gesehen habe. Da Pflanzen ein schwieriges und komplexes Versandprodukt sind, hat sich die Gartenbranche mit dem Vertriebskanal Internet bisher eher weniger befasst. Auf der anderen Seite mussten sich das Internet und die Konsumenten auch erst weiterentwickeln, bevor auch Produkte wie Pflanzen im Internet angenommen werden.

Schön auch die Tipps auf Ihrer Seite, etwa zur richtigen Pflanzenpflege oder zum Thema „Welche Pflanzen eignen sich für das Büro“. Welche Rolle spielt „Grünes“ heutzutage in der Gestaltung von Arbeitsplätzen jeglicher Art?

Meine persönliche Erfahrung ist, dass die Rolle von so einem Thema oft stark von der Firmenkultur geprägt ist und sehr variiert. Große Unternehmen mieten oft Pflanzen und einen Pflegeservice von externen Dienstleistern, ohne den Einbezug der Mitarbeiter. Bei mittelständischen Unternehmen merke ich oft, dass Mitarbeiter eine Pflanze als etwas sehr persönliches wahrnehmen, sich sehr um sie kümmern und sich im Büro auch darüber austauschen.

Ähnlich wie das Bild vom Ehemann oder vielleicht den Kindern, gibt eine Pflanze dem Arbeitsplatz dann einen persönlichen Touch. Bei Architekten und Designbüros bemerke ich eher eine Wahrnehmung der Pflanze auch als einen ‚Einrichtungsgegenstand‘. Diese Büros legen meist Wert auf ausgefallene, moderne Übertopfe und große, Skulptur-artige oder außergewöhnliche Pflanzen. Ich habe selber auch schon mal bei einem Unternehmen gearbeitet, da waren Pflanzen verboten!

Fakt ist und bleibt aber, dass besonders in Büros Pflanzen eine ganz wichtige Rolle spielen, vor Allem im Winter, wenn die Luft durch die Heizung so trocken wird. Pflanzen können daher gezielt zur betrieblichen Gesundheitsförderung eingesetzt werden. Sie machen das Arbeitsklima zudem angenehmer, heiterer, vielfältiger und abwechslungsreicher.

Viele Verantwortliche aber auch Selbstständige scheuen sich vor der Pflege der Pflanzen, gibt es besonders pflegeleichte Exemplare, bei denen man nicht viel falsch machen kann?

Die gibt es auf jeden Fall! Mit zu den pflegeleichtesten Pflanzen gehören wohl die Kakteen und Sukkulenten, die meist aus sehr trockenen Regionen kommen und daher kein Problem haben, wenn man sie mal nicht gießt. Es ist aber eher so, dass die meisten Pflanzen daran kaputt gehen, dass sie zu oft oder zu stark gegossen werden, es dann zu Staunässe im Topf kommt und Wurzeln und Erde dann faulen.

Man muss eigentlich nur ein bisschen mehr Acht geben, dass man nicht zu viel gießt und schon ist das Thema gelöst. Ein ‚Newcomer‘ in den letzten Jahren, der sehr pflegeleicht ist, ist die Zamioculcas. Sie stammt aus Madagaskar und wird erst seit relativ kurzer Zeit als Zimmerpflanze kultiviert.

Diese Pflanze verkaufen wir mit am Häufigsten. Sie sieht auch wirklich großartig aus. Außerdem bleibt der Drachenbaum auch ein ewiger Star wenn es um Pflegeleichtigkeit geht. Ich habe schon einige Manager kennengelernt, die sich bei Ikea mal einen Drachenbaum vor Jahren mitgenommen haben, und sich nach nun 5-10 Jahren immer noch nicht im Klaren sind, ob sie glücklich oder unglücklich darüber sind, dass ihr Drachenbaum immer noch lebt und so viel größer geworden ist als damals. Denn es fällt einem doch sehr schwer eine Pflanze wegzuschmeißen…

Wie werden gerade die größeren Exemplare verschickt und geliefert?

Pflanzen bis zu einer Wuchshöhe von ca. 1,40 m können problemlos über Paketversand verschickt werden. Dabei ist eine sorgfältige und artgerechte Verpackung, über die ich mir lange Gedanken gemacht haben, sehr wichtig.

Unsere Verpackungslösung schützt die Blätter der Pflanze, verhindert das Herausfallen der Erde und fixiert die Pflanze im Paket. Dabei ist die Verpackung ein hoher manueller Aufwand und jede Pflanze wird nach ihrem Bedürfnis verpackt. Da ist so manchem Unternehmen der Aufwand zu hoch, um sich mit so einem komplexen Produkt auseinanderzusetzen – zumal Pflanzen aus Produktionsgründen auch nicht standardisiert werden können. Jedes Exemplar ist etwas anders gewachsen!

Pflanzen die größer als 1,40m sind, bieten wir zurzeit noch nicht über den Webshop an, planen dies aber für später im Jahr. Wegen der Höhe und des Gewichtes, können größere Pflanzen nur über spezialisierte Speditionen versendet werden und das ist kostspielig und damit für nur wenige Privatpersonen interessant.

Da die Versandfähigkeit von Pflanzen, auch mit der Jahreszeit, stark variiert, spezialisieren wir uns in unserem Angebot einerseits auf Pflanzen, die sich durch ihre Robustheit für den Paketversand eignen und andererseits auf Exemplare, wo der Versand einzelner Pflanzen für den Endkunden auch wirtschaftlich ist. Das schließt aber ein Spezialversand von größeren Pflanzen für ein kleineres Kundensegment, das sich auch eine größere Pflanze leisten möchte, zukünftig nicht aus.

Ein paar Worte zu Ihnen und Greenbop?

Christina Hochhausen

Das Unternehmen wurde im Juni 2011 von Christina Hochhausen mit Sitz in Hamburg gegründet.

Greenbop ermöglicht seinen Kunden den Zugang zu besonderen und schwer erhältlichen Produkten rund um das Thema Pflanzen und möchte durch die besondere Präsentation des Angebots als eine Quelle der Inspiration dienen. Der Shop ist seit November 2011 mit einem Sortimentsfokus auf Zimmerpflanzen und Gefäße online.

Zum Frühling launcht Greenbop erstmals ein Sortiment rund um das Thema Outdoor, Garten und Balkon – von Pflanzen, Pflanzgefäßen über Kleinmöbel und Accessoires bis zum eigenen kleinen Kräuter- und Gemüsegarten auf Terrasse, Balkon oder Garten. Langfristig plant die Gründerin das Sortiment hin zu einem exklusiven Gartencenter zu entwickeln. Für unsere Kunden und User möchten wir zudem ein Lifestyle Portal & Treffpunkt für alles ‚Grüne‘ werden und eine große Community aufbauen, die sich bei uns über ihre grünen ‚Lieblinge‘ austauschen kann.

Die Gründerin stammt aus Köln und hat ihr Studium, sowie ihre ersten Berufsjahre in England und Spanien verbracht. Sie war über acht Jahre als Unternehmensberaterin tätig, zuletzt in Managementfunktion in der Beratung von Einzelhandels-Unternehmen. Dabei hat Sie internationalen Händler dabei unterstützt, ihre Kunden und deren Bedürfnisse stärker in den Fokus der Geschäftstätigkeiten zu stellen, insbesondere durch die Optimierung von Sortiment, Produktplatzierung, Service und Kundenansprache.

3 Kommentare zu "Onlineportal Greenbop.de: Grüne Augenweide für das Büro oder Zuhause"

  1. Das ist wirklich mal eine tolle Geschäftsidee! Ich finde es wirklich schade, dass in vielen Büros kaum Pflanzen stehen. Oder auch in vielen Wohnungen findet man kaum noch schöne Blumen. Man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber so ein paar schicke Pflanzen machen einfach eine unheimlich gute Stimmung im Raum.

  2. Wir achte darauf, dass wir ein paar Blumen in jedem Raum stehen haben. Diese sind auch gut für die Luftfeuchtigkeit und sehen schön aus.
    Die Geschäftsidee ist super und hoffentlich haben bald viel mehr Büros schöne Pflanzen.

  3. Sehr gute Idee. Wir haben viele von diesen Lamellenvorhängen verbaut, die eher an den Zahnarzt erinnern. Mit ein paar Blumen sieht’s aber gleich anders aus und es kommt bei den Kunden an!

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