Gründer-Interview mit Anett Schumann von mein-mueslibecher.de

 Mein Müslibecher

Frau Schumann, was genau ist das Konzept von mein-mueslibecher.de, und wie lange gibt es das Unternehmen schon?

Hinter mein müslibecher steckt ein qualitativ hochwertiges und leckeres Müsli „to go“. Ich habe das Ziel, jedem Konsumenten eine gesunde vollwertige Ernährung zu ermöglichen und zwar wann er will, wo er will und zugleich zu einem erschwinglichen Preis.

Der heutige vorherrschende Ernährungsstil wird von Zucker und Fett dominiert. Mit Fertigprodukten, sowie fett- und zuckerhaltigen Snacks für zwischendurch, dem so genannten „to go“ Gedanken soll dem stressigen Alltagsleben entgegengewirkt werden. Verbunden mit wenig Bewegung – gerade bei Kindern und Jugendlichen – führt dies zu immer mehr Übergewicht und Zuckerleiden.

Mein Konzept soll die schnelle Ernährung für zwischendurch und unterwegs unterstützen. Der Konsument spart Zeit, bietet dem Körper aber eine vollwertige Mahlzeit. Schnelle Energie, Mineralstoffe und Vitamine zu einem günstigen Preis, das ist das Ziel.

Mein müslibecher wurde im August 2010 gegründet.

Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gekommen?

Während meines Studiums hat es mich oft geärgert, dass ich weder in der Mensa noch in den umliegenden Cafés keine gesunde Zwischenmahlzeit kaufen konnte.

Ich habe mir intensiv Gedanken gemacht, welche Lösung es hierfür geben könnte, und bin nach einiger Zeit auf die Idee gekommen ein vollwertiges, gesundes aber leckeres Müsli in einen praktischen Portionsbecher zu füllen.

Die Idee traf bei vielen meiner Freunden auf Anklang, und nach weiteren positiven Rückmeldungen entschied ich mich nach meinem Studium die Firma mein müslibecher zu gründen.

Glauben Sie, dass im Bereich Vertrieb von personalisierten Waren über das Internet – der ja in letzter Zeit stark gewachsen ist – noch Platz für weitere Nischen ist?

Ein gutes Produkt findet am Markt immer Anerkennung. Das entscheidende ist, dass die Konsumenten von diesem auch erfahren.

Hatten Sie bei Ihrer Gründung mit Schwierigkeiten zu kämpfen, und was haben Sie hieraus gelernt?

In der Gründungsphase eines Unternehmens, aber natürlich auch im laufenden Geschäftsbetrieb, steht man stets neuen Herausforderungen gegenüber. Sei es die Finanzierung des Gründungsvorhabens oder das Finden einer geeigneten Produktionsstätte.

Besonders aufwändig war die Gestaltung von mein müslibecher. Wir entschieden uns, einen Teil des Firmenlogos als Sichtfenster zu integrieren. Denn der Konsument soll das kaufen was er sieht und nicht von bunten Bildern getäuscht werden.

Wir wollten unbedingt zwei „Gucklöcher“ einbauen, damit der Becher lichtdurchflutet ist und viel Sichtfläche bietet. Etwas Vergleichbares gab es bis dato nicht auf dem Markt.

Gründerin Anett Schumann

Unser Becherlieferant lehnte diese Forderung jedoch sofort als technisch nicht realisierbar ab. Wir reisten deshalb zu diesem, um uns die geschilderte Problematik einmal selbst anzuschauen.

Nach einem ausführlichen Werksrundgang entdeckte einer von uns eine unscheinbare Maschine. Der technische Leiter kam hinzu und stimmte unserer Vermutung vorerst zu. Es vergingen einige Wochen, und schließlich kam der erlösende Telefonanruf. „Wir probieren es, dies wäre ja schließlich auch ein Alleinstellungsmerkmal für uns“, so lautete die Antwort.

Natürlich kann aber das alleinige Anschauen des Inhaltes nur begrenzt überzeugen. Viele, die mein müslibecher probieren, sind begeistert, weil es so viele Früchte oder Schokoladenanteile hat und dementsprechend intensiv schmeckt. Deshalb ist die Arbeit „an der Basis“ entscheidend.

Was ist Ihrer Ansicht nach wichtig für eine nachhaltig funktionierende Geschäftsidee?

Entscheidend ist es, mit einem gut durchdachten Konzept in den Markt zu gehen. Es nützt nichts ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln, die niemand für notwendig erachtet und somit auch nicht kauft.

Zudem muss man stets die aktuellen Entwicklungen beobachten, um bei Bedarf flexibel reagieren können.

Was würden Sie aus Ihrer Erfahrung heraus anderen Gründern und Startups raten, um möglichst erfolgreich die erste Zeit zu überstehen?

Sprechen Sie mit ehemaligen Gründern und holen sie sich Tipps von diesen. So kann man oftmals viel Geld sparen.

Was ist für die Zukunft geplant, bei Ihrem Portal und eventuell auch in anderen Projekten?

Zum einen soll mein müslibecher in ganz Deutschland bekannt und angeboten werden. In diesem Zuge ist geplant zugleich wieder das Bewusstsein der gesunden Ernährung bei den Konsumenten zu wecken, vom Kindergarten bis ins hohe Alter.

Sagen Sie uns noch ein paar Worte über Anett Schumann?

Nach meinem Abitur 2005 begann ich zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Diese hat mich jedoch in privater wie beruflicher Form nicht erfüllt, so dass ich bereits nach einem halben Jahr abbrach und das Studium zur Diplom-Betriebswirtin in Worms aufnahm.

Dies war aus heutiger Sicht genau die richtige Entscheidung. Während des Studiums absolvierte ich verschiedene Praktika, und dann ging es direkt in die Selbstständigkeit.

Wir danken Ihnen für das Gespräch, und wünschen weiter viel Erfolg!

3 Kommentare zu "Gründer-Interview mit Anett Schumann von mein-mueslibecher.de"

  1. Find ich eine tolle Idee! Und gut umgesetzt. So komme ich vielleicht auch mal in Genuß eines ordentlichen Frühstücks. Das Berufsleben macht es einem ja oft nicht leicht… die Sache mit der gesunden Ernährung.

  2. Sofern ich das richtig verstanden habe, ist das einzig doofe, dass man irgendwie unterwegs an kalte Milch oder Joghurt kommen muss. Sonst ist das ganze etwas trocken. Insofern sehe ich nicht direkt wie das an der Uni funktionieren soll.

  3. In meiner Kindheit wurden an den Schulen noch kalte Milchtüten verkauft, das gibt es heute wohl leider nicht mehr :-)

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