Kontakte statt Ellenbogen: effektives Networking für Gründer

Die Gründung ist geschafft, die Website ist online und gelegentlich erscheint Ihre Anzeige in der Zeitung. Doch wo bleiben bloß die Kunden?

Wunder darf man nicht erwarten als Gründer eines neuen Unternehmens. Denn bis ein neuer Kunde Ihnen seinen Auftrag vergibt, muss er zum einen von Ihnen und Ihrem Geschäft wissen und zum anderen sein Vertrauen in Sie setzen. Konsequentes und geschicktes Netzwerken ist daher vor allem für Existenzgründer ein wirkungsvolles, preiswertes Instrument zur Kundengewinnung. Wie das am besten geht, erfahren Sie hier.

Viele Wege führen zum Ziel

Die Möglichkeiten, Ihr berufliches Netzwerk auszubauen, sind zahlreich. Besonders das Internet bietet die Chance, Kontakte unkompliziert zu pflegen – gerade für Menschen, die mit der spontanen, direkten Aquise Probleme haben, eine echte Hilfe. Dennoch: ein persönliches Gespräch hinterlässt einen tieferen und nachhaltigeren Eindruck und führt oft schneller zum Ziel. Am effektivsten ist daher die Kombination aus beidem: beispielsweise der erste Kontakt beim Business – Brunch und die weitere Kommunikation per Xing, LinkedIn oder ähnlichem.

Ob persönlich oder per Maus: die besten Ideen für Netzwerker

Visitenkartenpartys, Business-Brunch und Gründertreffen

Sie können schrecklich sein, wenn man mit gefühlten 9000 Visitenkarten in der Tasche den Raum betritt und niemanden zum Reden findet. Eine Visitenkartenparty kann aber zu einem wirklich netten Abend werden, wenn man sich vergegenwärtigt, dass alle Anwesenden ungefähr in derselben Situation sind: sie suchen Kontakte und Gesprächspartner.

Unser Tipp: Besuchen Sie geschäftlich motivierte Veranstaltungen locker und mit nicht zu hohen Erwartungen. Ein entspannter Talk über Fußball oder Kindererziehung hat schon oft mehr für das Geschäft gebracht als ein verkrampfter Vortrag in Sachen Eigenwerbung. Was Sie arbeiten und suchen, darf Ihr Gesprächspartner natürlich trotzdem erfahren.

Private Kontakte

Wir alle leben auch ohne Aquise schon in einem Netzwerk: die Familie, Ihre Freunde oder der Sportverein können für Ihr Unternehmen hilfreich sein und sind zumeist besonders aufgeschlossen. Denn wer Sie privat schätzt, wird auch Ihre Arbeit gern weiterempfehlen.

Unser Tipp: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps, sagt ein weises Sprichwort. So kann und sollte man private Kontakte für die Aquise nutzen. Kommt es aber zum Auftrag, ist besondere Sorgfalt und Professionalität gefragt, damit die Freundschaft im Ernstfall keinen Schaden nimmt.

Foren, Chats und soziale Plattformen

Ihr Vorteil ist ihre enorme Reichweite und Nutzerfreundlichkeit – ob der pünktliche Geburtstagsgruß, der Wissensaustausch in Foren oder die „Kontakte von Kontakten“, an die man sonst nicht herankäme. Wichtig beim Online-Networking: fachsimpeln Sie in Foren, schreiben Sie Artikel über Ihr Fachgebiet und bringen Sie sich immer wieder aktiv ins Gespräch. So können sich besonders Gründer schnell einen guten Namen unter Kollegen und Kunden machen. Kontaktaufnahmen ohne „Mehrwert“ landen dagegen zumeist in der Tonne, zu groß ist die Zahl derer, die diese Netzwerke rein werblich nutzen.

Dozententätigkeit und Workshops

Wissen zu teilen ist ein wesentlicher Aspekt erfolgreichen Netzwerkens. Gleichzeitig multipliziert eine Dozententätigkeit oder ein Fachvortrag Ihre Kontakte und gibt Ihnen Gelegenheit, sich und Ihr Unternehmen besonders nachhaltig zu präsentieren. Ebenso profitiert Ihr Publikum von einem kompetenten Votrag.

Unser Tipp: Zumeist haben besonders Ihre künftigen Kunden Interesse an Ihrem Fachwissen. Ein Beispiel: Eine Produktionsfirma für Werbefilme veranstaltet kostenlose Workshops für Marketingstrategen über Nutzen und Einsatz von Webvideos.

Der Networking-Knigge: die Grundregeln guten Netzwerkens

  • Im Netzwerk repräsentieren Sie sich als zukünftiger Auftragnehmer. Seien Sie also verbindlich und zuverlässig. Punkten Sie mit Ihrer Persönlichkeit!
  • Gespräche mit Mehrwert sorgen dafür, dass Sie in Erinnerung bleiben. Rein werbliche Kommunikation kommt meistens nicht gut an.
  • Networking basiert auf Geben und Nehmen: Behalten Sie Ihr Wissen nicht für sich! Haben Sie aber auch den Mut, um Gefälligkeiten und Informationen zu bitten.
  • Haben Sie Geduld: Networking bringt selten schnelle Erfolge, oft muss in Zeiträumen von Monaten bis Jahren gerechnet werden, bis es zum Auftrag kommt. Dafür sind die Geschäftsbeziehungen dann umso langfristiger und ergiebiger.

Kommentar hinterlassen on "Kontakte statt Ellenbogen: effektives Networking für Gründer"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.