myAshram aus Berlin: Das erste Online Yogastudio in Deutschland

myAshram aus Berlin ist das erste Online Yogastudio in Deutschland. Mittels Livestream können Nutzer dort direkt an einem Yogakurs teilnehmen.

Gründer Alexander Prokop verriet unserer Redaktion mehr über diese tolle Geschäftsidee:

Herr Prokop, wie kamen Sie auf dieses angesichts der Web 2.0-Entwicklung eigentlich naheliegende, und doch geniale Konzept?

Als moderner Mensch arbeitet man oft in anstrengenden und Körper und Rücken belastenden Positionen. Dies ist beispielsweise am Computerarbeitsplatz oder im Auto der Fall. Um den Körper trotzdem möglichst fit zu halten, benötigt man einen Ausgleich zu diesen einseitigen Haltungen. Da Kai und ich selbst gerne und viel unterwegs sind und ein Großteil unserer Arbeit vor dem Rechner stattfindet, kennen wir diese Probleme nur zu gut.

Als wir beide vor einigen Monaten eine Probestunde in einem Berliner Yogastudio besuchten, wussten wir anfangs noch nicht, wohin uns diese Reise schlussendlich führt. Die Kombination aus Anstrengung und Entspannung hat uns damals begeistert und tut es auch heute noch, weil es der perfekte Ausgleich zu unserer Arbeit ist. Auch der Austausch mit dem Lehrer und den anderen Teilnehmern des Kurses haben wir als sehr angenehm empfunden.

Es liegt in der Natur der Sache, dass man für einen konventionellen Yogakurs auch regelmäßig im Studio anwesend sein muss. Was ist aber, wenn diese Regelmäßigkeit durch einen Geschäftsreise oder plötzliche Immobilität unterbrochen wird. Wer regelmäßig von Berufswegen in Hotelzimmern übernachtet oder nicht mehr einfach von zu Hause weg kann, weil er beispielsweise Nachwuchs bekommen hat, weiß das nur zu gut. Wir nutzen die Möglichkeiten des Internets, um diesen Menschen dennoch einen Zugang zu ihrem regelmäßigen Yogakurs bei ihrem Lieblingslehrer und somit zu mehr Lebensfreude zu bieten.

Der soziale Kontakt spielt dabei eine große Rolle. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit sich auszutauschen und miteinander in Kontakt zu treten, was auch einen der Unterschiede zur konventionellen Yoga-DVD ausmacht.

Das schöne an Yoga ist, dass man dafür nicht viel mehr als eine Yogamatte und etwa 2×3 Meter Platz benötigt. Es ist schon deswegen grundlegend anders als Sportarten wie z.B. Tennis oder Golf. Die Unabhängigkeit und Flexibilität machen den Reiz aus und faszinieren uns. Unser konkretes Ziel ist es, das Yogastudio nach Hause oder an einen beliebigen Ort der Wahl zu bringen.

Wie reagieren Yoga Interessierte aber auch erfahrene Vertreter dieser Entspannungstechnik auf myAshram, müssen Sie auch mit Vorbehalten leben, und wie gehen Sie damit um?

Es ist in der Tat so, dass einige Yogalehrer und -schüler mehr Wert auf einen Kontakt bzw. Unterricht von Angesicht zu Angesicht legen. Die favorisierte Unterrichtsmethode hängt sehr stark von der persönlichen Einstellung ab und die ist ja bekanntlich bei jedem anders. Fest steht, dass unser Konzept eine andere Art des Yoga ist. Wir sehen es als Chance, das klassische Yoga weiterzuentwickeln und “neu zu denken”. Yoga bewahren, heißt für uns, es an die heutige Zeit und die Menschen anzupassen.

Wir sind uns dieser großen Herausforderung bewusst und nehmen diese gerne an. Trotz vereinzelter Vorurteile gibt es viele Lehrer, die gerne mit uns zusammenarbeiten wollen und auch diese Art Yoga praktizieren möchten. Die Vorteile für die Lehrer sind dabei nicht von der Hand zu weisen: auch sie können ihren Kurs von zu Hause aus geben und sind dadurch sehr flexibel (schnelles Internet vorausgesetzt).

Wenn uns beispielsweise eine Yogalehrerin schreibt, dass sie sich sehr über unser Angebot freut, weil sie sonst nach der Geburt ihrer Tochter noch nicht wieder voll ins Berufsleben als Yogalehrerin einsteigen könnte, denke ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Sie ermöglichen vielen Menschen die Teilnahme an einem Kurs, welche diesen ansonsten nicht wahrnehmen könnten. Wie stellen Sie sicher, dass die „virtuellen“ Teilnehmer Zuhause nicht falsch an Übungen herangehen, was ja durchaus nicht ganz unbedenklich sein kann?

Wie bereits angesprochen, möchten wir vor allem auch hochmobile Menschen für unser Angebot begeistern. Weiterhin haben wir auch Teilnehmer in ländlichen Regionen im Auge, die kein Studio direkt um die Ecke haben. Und nicht zuletzt wollen wir auch Personen erreichen, die vielleicht schon vor Jahren Yoga praktiziert haben und etwas aus der Übung gekommen sind, also auch Fortgeschrittene. Sie besitzen häufig schon ein sehr genaues Gespür, wie sich bestimmte Bewegungen und Asanas “richtig” anfühlen und brauchen vielleicht nur wieder eine Gelegenheit oder einen Impuls, ihre Yoga-Praxis fortzuführen.

Beim Unterricht in einem Yogastudio vor Ort ist die persönliche Korrektur natürlich einfacher, gerade wenn es sich um sehr kleine Gruppen handelt. Aus diesem Grund sollten Live-Onlinekurse unmissverständlich formuliert und aufbereitet sein. Die Yogalehrer müssen hierfür eine neue Qualität der Präzision erlernen, was die Beschreibung und auch die Vorführung der Übungen anbelangt und häufig mehr verbale Hilfestellungen für korrekte Ausführungen anbieten. Manchmal hilft es auch, wenn sich die Lehrer Zeit nehmen, um grundlegende anatomische Aspekte zu erläutern. Am Ende ist immer das Ziel, dass der Teilnehmer selbst mehr Gespür für sich und seinen Körper entwickelt. Spektakuläre Übungen mit hohem Risiko werden dabei bewusst vermieden.

In der Zukunft sind außerdem regelmäßige “offline”-Wochenendkurse geplant, an denen sich Teilnehmer und Lehrer persönlich kennenlernen können. Diese Kurse dienen als Einstieg in die regelmäßige Yoga-Praxis mit unserem Portal und zum persönlichen Meet-and-Greet der myAshram-Community. Der Vorteil für Yoga-Einsteiger ist, dass grundlegende Bewegungsabläufe bei den Workshops erlernt und so Fehler schon früh vermieden werden.

Können auch private, geschlossene Gruppen einen Onlinekurs bzw. Lehrer bei Ihnen buchen?

Alexander Prokop

Momentan möchten wir jedem Teilnehmer die Möglichkeit geben, die Kurse zu besuchen, die er gerne möchte. Ein Blick in den myAshram-Stundenplan verrät, wann welcher Lehrer eine Unterrichtsstunde gibt, wie lange diese dauert und welchen Inhalt die Stunde hat.

In Zukunft sind weitere Modelle vorgesehen, z.B. 1:1 Unterricht, der grundsätzlich auch in kleineren Gruppen möglich wäre. Momentan empfehlen wir privaten oder geschlossenen Gruppen, uns einen Termin vorzuschlagen und einen Wunsch für ihre Form des Yoga (Vinyasa Flow Sequenzen, meditativ etc.) zu äußern.

Wir versuchen dann, dieses Angebot mit einem passenden Lehrer zu realisieren. Die individuelle Zeitplanung eines Kurses lohnt sich schon ab etwa 10 Teilnehmern. Der Kurs selbst wird dennoch allen Nutzern unseres Angebots offen stehen.

Sie nutzen einen Corporate Blog zur Erläuterung Ihrer Kurse aber auch für Marketingzwecke. Wie kommt dieses Medium bei Ihren (potenziellen) Kunden an?

Das zentrale Ziel unseres Live-Online-Yogastudios ist ein besseres Lebensgefühl für die Teilnehmer. Um dieses simple und doch wichtige Ziel zu erreichen, nutzen wir unseren Blog als Sprachrohr zur Online-Welt. Wir möchten hier in Zukunft nicht nur über die Entwicklung in unserem eigenen Unternehmen berichten, vielmehr geht es uns darum dem Leser einen echten Mehrwert zu bieten. Es wird Infos zu den Themen “Yoga”, “Ausgleich zum Berufsalltag”, “körperliche Gesundheit” und “Lebensfreude durch Bewegung” geben.

Wir möchten gerade in der Startphase eine hohe Transparenz schaffen und halten den Leser deswegen auch über den Start des Unternehmens und die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass uns diese Offenheit dabei helfen kann, frühzeitig ehrliches Feedback von Interessenten einzuholen, insbesondere von denen, die auch schon in der Testphase an unseren Beta-Stunden teilgenommen und uns wertvolle Anregungen geliefert haben.

Ein paar Worte zu Ihrem Werdegang?

Alexander Prokop: studierte Bachelor und Master Maschinenbau, interessiert sich schon seit mehreren Jahren für das Thema Unternehmensgründung und hat sich mit myAshram den Traum der eigenen Selbstständigkeit erfüllt. Er ist im Unternehmen verantwortlich für Geschäftsführung und Marketing.

Kai Patrick Jung: Seit Jahren im Bereich Web-Entwicklung und agilem Projektmanagement tätig. Betreut im Unternehmen die Bereiche Technik und Infrastruktur und im Bereich Marketing einige Themen, wie z.B. Blog-/Linkmarketing, Adwords und mehr.

Foto: (c) myAshram.de

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