Smart Home StartUp PipesBox: Intelligente Verbindung für Endgeräte und Internetdienste

pipesbox

„Bisher gibt es keine Smart Home Lösung, die darauf abzielt, alle intelligenten Geräte in einer zentralen Plattform zu vereinen“ so die Macher der PipesBox. Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne auf startnext. Wir sprachen mit einem der beiden Gründer Jan Krog:

Herr Krog, wie lässt sich die Lösung von PipesBox in wenigen Sätzen erklären? Wie lange gibt es diese bereits?

PipesBox ist Smart Home zum Mitmachen und Teilen mit Hilfe einer kleinen kostengünstigen Box für Zuhause. Jeder Nutzer kann selbst „intelligente“ Geräte und Internetdienste verschiedener Hersteller und verschiedener Technologien zu sinnvollen Anwendungen verknüpfen und in seinem Zuhause nutzen. Die erstellten Anwendungen (sog. „Pipes“) können darüber hinaus im PipesMarket geteilt und von anderen Nutzern für den eigenen Gebrauch heruntergeladen werden. Die Gesellschaft wurde im November 2012 in Rostock Warnemünde gegründet. An PipesBox wird jedoch seit 2009 gearbeitet.

Wie kam es zu der Geschäftsidee?

Das innovative Prinzip hinter PipesBox, die Erstellung von Pipes per Drag & Drop, wurde an der Universität Rostock am Institut für Angewandte Mikroelektronik und Datentechnik seit 2009 entwickelt und bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Dabei stand die Frage im Vordergrund, wie man verschiedene Geräte und Internetdienste benutzerfreundlich miteinander zu höherwertigen Anwendungen (sog. „Pipes“) verbinden kann. Nach 3 Jahren stetiger Weiterentwicklung war dann die PipesBox geboren.

Konnten Sie sich an ähnlichen Ansätzen im In- und Ausland orientieren?

Nicht direkt, unser Ansatz ist bisher einmalig. Es gibt jedoch in den USA Startups mit ähnlichen Ansätzen. „IFTTT“ (If this then that) verbindet beispielsweise Internetdienste und mittlerweile auch Geräte durch Wenn-Dann-Beziehungen. Auch ist mittlerweile der „Technologie-übergreifende“ Ansatz immer verbreiteter, bei dem nicht nur Smart Home Geräte einer Technologie, sondern verschiedener Technologien genutzt werden.

Was unterscheidet die PipesBox von ähnlichen Ansätzen?

Pipes können sowohl sehr simple Anwendungsfälle abdecken (z.B. Wenn Bewegung erkannt wird, dann schalte das Licht ein), als auch komplexe Anwendungen sein (z.B. ein Schimmelwächter, der verschiedene Sensoren, die Lüftung und die Heizung mit einbezieht). Darüber hinaus ist der Ansatz, Pipes selbst erstellen zu können und mit anderen Nutzern zu teilen, einmalig. Dadurch wird die Frage beantwortet, was man denn alles mit seinen Geräte zu Hause überhaupt machen kann. Was haben beispielsweise andere Leute in ihrem Smart Home umgesetzt, was auch mich interessiert?

Welche Zielgruppen wollen Sie mit diesem Ansatz erreichen? Wie erfolgt die Vermarktung und welches Team arbeitet an dem Projekt?

Jan Krog und Elmar Zeeb

Jan Krog und Elmar Zeeb

Kurzfristig die technisch affinen, eher männlichen Nutzer, die sich für neue technische Trends und Gadgets interessieren. Mittelfristig gesehen jeder, der im digitalen Lebensstil angekommen ist. Man kann heute jeden Aspekt seines Lebens mit dem Smartphone steuern, warum nicht auch sein Zuhause? Wir möchten unsere PipesBox via Direktvertrieb, einschlägige Smart Home Online Shops, und durch Kooperationen und Partnerschaften mit Geräteherstellern vermarkten.

Derzeit besteht unser Team aus 5 Mitarbeitern. Das Gründerteam besteht dabei aus Elmar Zeeb (CTO) und mir (CEO). Elmar ist für alle technischen Aspekte zuständig und hat mehrere Jahre im Bereich der Gerätevernetzung geforscht. Ich habe in mehreren Startups gearbeitet und bringe Gründererfahrung und organisatorisches Talent mit. Das weitere Team besteht aus Jannis und Lisa, die sich um Marketing und Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Tobias ist Entwickler mit Erfahrungen in skalierbaren Web Anwendungen und kümmert sich um den PipesMarket.

Wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Derzeit führen wir eine Crowdfunding Kampagne durch, um die ersten Boxen vorfinanzieren zu können und um Feedback von potentiellen Kunden zu erhalten. Das klappt auch sehr gut, wir haben bereits sehr viel gelernt und konnten dadurch unser Produkt bereits deutlich verbessern. In einem Jahr möchten wir die ersten hundert Boxen bei Kunden im Einsatz haben und die ersten coolen Pipes im Market, die Nutzer selbst erstellt haben. Wir arbeiten kontinuierlich daran, neue interessante Smart Home Geräte und Gadgets in PipesBox einzubinden.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Wir sind derzeit auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern. Dabei sind wir insbesondere an Geräteherstellern interessiert, die ein tolles Gerät haben und dies in einen breiteren Smart Home Kontext einbinden wollen. D.h. die es mit anderen Geräten verbinden und dem Kunden dadurch einen Mehrwert bieten wollen. Außerdem sind wir auf der Suche nach Plattform-Partnern. PipesBox ist letztendlich eine Software, die beispielsweise auch auf Smart TVs oder Smart Home Plattformen anderer Hersteller lauffähig ist.

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