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StartUps im Portrait: Duftgemüse – Frische Deals für Schnittblumen

duftgemuese

Eine neue Art des Blumenhandels will das StartUp Duftgemüse aus Hamburg auf den Markt bringen. Wie das funktionieren soll, das fragten wir die beiden Gründer Timo Bartels und Malte Leider:

Wie lässt sich Ihre Geschäftsidee in zwei/drei kurzen Sätzen auf den Punkt bringen?

Timo Bartels: Wir bieten in unseren beiden Hamburger Läden und im Online-Shop Schnittblumen als Großhandelsware im Direkt-Import aus den Niederlanden zu günstigen Preisen an. Die Besonderheit im Online-Shop: Neben einem Blumen-Abo in wöchentlicher, zweiwöchentlicher oder monatlicher Lieferung können Kunden aus zahlreichen Deals von Montag bis Sonntag unterschiedliche, unverarbeitete Blumen in verschiedenen Stückzahlen wählen. Die Großhandelsware wird teilweise noch mit Wurzeln oder Dornen geliefert, die selbst entfernt werden müssen. Nach dem Anschnitt ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt und Wohnung, Büro oder Restaurant können mit den eigenen Arrangements verschönert werden.

Wann und wo wurde Ihr Unternehmen gegründet?

Malte Leider: Wir haben in Hamburg Anfang 2010 die Idee zu unserem Konzept Duftgemüse entwickelt. Im März eröffneten wir dann bereits unsere erste Filiale als sechsmonatliges Pilotprojekt in Winterhude. Im gleichen Jahr eröffneten wir im September die Niendorfer-Filiale und Anfang 2011 starteten wir mit der zweiten Filiale in Bergedorf durch.

Wie entstand die Geschäftsidee selbst?

Timo Bartels: Wir haben unseren Lebenspartnerinnen zu unterschiedlichen Anlässen Blumen geschenkt, denn ein gebundener Strauß zum Verschenken vom Floristen ist eine wunderschöne Geste. Die Blumen lagern dafür länger, damit sie beim Überreichen bereits in voller Blüte stehen. Dies bedeutet wiederum, dass sie schneller verwelken können. Das war der Anstoß für uns herauszufinden, ob Blumen nicht direkter und schneller vertrieben werden können, damit sie möglichst lang voll aufgeblüht stehen und man länger Freude an ihnen hat.

Malte Leider: Die Idee für den Online-Shop kam dann recht schnell: Da wir ab und an auch Deutschlandweit unterwegs sind, ist uns gerade in Mittel- und Süddeutschland aufgefallen, wie unterschiedlich sich die Blumenpreise dort gestalten. Auch im Internet haben wir uns dann mal schlau gemacht, wie die Preislage aussieht und welches Blumensortiment angeboten wird.

Das Erschreckende: Es gibt nur wenig bis keine Auswahl an Blumen und wenn ein Händler, der normalerweise nur Sträuße verkauft, pure Schnittblumen anbietet, dann dies zu sehr hohen Preisen. So haben wir Händler gefunden bei denen 10 Feesien z. B. 10 bis 12 Euro kosten. Bei uns gibt es 50 Stück für 19,90 Euro. Die Liste lässt sich um einiges verlängern… Für uns stand zur Debatte einen dritten Laden oder einen Onlineshop zu eröffnen. Allerdings ist es schon eine ganz andere Herausforderung, da wir ja etwas anbieten was noch keiner kennt. Denn wie wir uns schon dachten, ist es so, dass die Kunden in aller Regel einen Blumenstrauß zum Verschenken suchen. Unsere Aufgbabe ist es jetzt auf uns aufmerksam zu machen.

Gibt oder gab es Vorbilder in anderen Ländern, an denen Sie sich orientieren?

Timo Bartels: Das Konzept Online Abo-Sträuße zu verkaufen, ist auch in Deutschland mitterlweile angekommen. Unsere Deal-Service jedoch ist ganz neu und ungesehen. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal.

Was unterscheidet das Konzept weiterhin von ähnlichen Ansätzen?

Malte Leider: Was wir bieten können, ist eben ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wir kaufen unsere Blumen direkt auf der größten Blumenbörse in Aalsmeer, Niederlande – ohne Zwischenhändler oder Großmarkt. Wir holen zwei Mal pro Woche frische Blumen, deswegen haben unsere Läden nur von mittwochs bis samstags geöffnet. Die Blumen kommen frisch vom Feld und werden direkt versteigert und ohne Umweg zu uns geliefert. Somit werden Arbeitswege und Schritte verkürzt und die Blumen halten den einen oder anderen Tag länger. Und da unsere Blumen eben Großhandelsware sind und teilweise noch Dornen oder Wurzeln haben, schlagen wir keine weiteren Personalkosten oben drauf. Die Blumen werden so verkauft, wie sie sind und der Kunde muss sie selbst putzen und arrangieren.

Timo Bartels: Das führen wir so auch online weiter – zum Beispiel erfolgt die Auslieferung nur mittwochs. Von unseren Angeboten her wollten wir etwas anderes bieten, als in unseren beiden Läden. So gibt es zum einen das Abo-Angebot für 19,90 €. Dazu bieten wir jedoch bereits verputzte Blumen an – so kann der Strauß auch als Geschenk-Abo verschickt werden. Online kann man auch bequem eine Pause eingeben, für den Urlaub, und ein neues Start-Datum, wenn man nach dem Urlaub wieder da ist. Praktisch, oder? Unser zweites Angebot sind die Deals. In der Woche präsentieren wir unterschiedliche Deals für mehr Vielfalt. Hier sind die Blumen wie im Laden unverputzt und wir bieten nur ein bestimmtes Kontingent an. Wir wollen gute Qualität zu günstigem Preis anbieten.

Welche Zielgruppen sollen konkret angesprochen werden?

Malte Leider: Im Prinzip sprechen wir alle an, die Blumen mögen. Egal ob zum Verschenken oder für die eigene Dekoration. Ob zu Hause, im Büro, Restaurant oder Arztpraxis – unsere unterschiedlichen Angebote in den beiden Hamburger Filialen und im Online-Shop decken die unterschiedlichsten Bedürfnisse an Blumen-Arrangements.

Wie wollen Sie Ihre Idee vermarkten? Welches Team mit welchem Know How arbeitet an Ihrer Idee?

Timo Bartels: Da wir ein Startup sind, sind natürlich wir zwei Geschäftsführer primär für allen Abläufe verantwortlich. So haben wir in unserem Büro zum Beispiel eine eigenes Fotostudio eingerichtet und fotografieren die Blumen-Angebote für unsere Website selbst. Für die Umsetzung unseres Online-Shops haben wir einen professionellen Grafiker engagiert, der die Gestaltung und die Programmierung übernommen hat. Außerdem arbeitet wir mit einer PR-Agentur zusammen, die als Bindeglied zwischen uns und den Medien fungiert. Die Agentur bereitet Informationen auf und nutzt ihre seit Jahren gewachsenen persönlichen Kontakte, um uns mit den Medien ins Gespräch zu bringen.

Welche Ziele verfolgt Ihre Gründung, wo möchten Sie in einem Jahr stehen?

Malte Leider: In einem Jahr möchten wir uns gerne vergrößern und unsere Pakete in einem größeren, neuen Lager verpacken. Da wir ja jetzt noch ziemlich am Anfang sind, reichen uns zur Zeit die Räumlichkeiten in unserer Filiale in Hamburg Bergedorf aus. Unseren Bekanntheitsgrad wollen wir noch weiter ausbauen. Wir wollen, dass Duftgemüse nicht nur für die wöchentliche Blumenlieferung steht, sondern unser einmaliger Deal-Service im Fokus steht.

Suchen Sie noch nach Mitarbeitern und/oder Kooperationspartnern, und wer kann sich bei Ihnen melden?

Timo Bartels: Zur Zeit sind wir ein reiner Familienbetrieb. Freundin und Schwiegermutter stehen uns tatkräftig zur Seite. Die Arbeit wird aber immer mehr und mehr – deshalb werden wir in absehbarer Zeit Unterstützung benötigen. In welchen Bereichen ist im Moment noch nicht definiert. Denn mit den beiden Blumenläden und dem Internetgeschäft sind inzwischen die Anforderungen und Aufgabengebiete gewachsen. Es wird sich mit der Zeit herausstellen, wo neues Personal benötigt wird und welche Bereiche wir ausbauen und reorganisieren.

Seit einiger Zeit überlegen wir zudem, ob wir uns einen stillen Partner oder Businness Angel an Bord holen. Startups werden gerne kopiert, daher ist es wichtig nach der Anfangsphase schnell bekannt zu werden. Alle bisherigen Kosten haben wir selber finanziert bzw. werden durch die laufenden Läden auch getragen. Um relativ schnell Bekanntheit zu erlangen, ist es gut jemanden an seiner Seite zu haben. Hier geht es ja nicht nur um allein um das Kapital, sondern insbesonders auch um neue Kontakte zu erhalten, welche Investoren in der Regel mit sich bringen. Wir haben aber bisher mit niemandem Kontakt aufgenommen.

Ein paar Worte zu Ihnen und Ihrem Werdegang?

Malte Leider: Timo und ich kennen uns bereits seit unserem zehnten Lebensjahr und sind seitdem sehr eng befreundet. Nach der Schule haben wir beide in der Gastronomie gelernt und in unterschiedlichen Städten und Ländern gearbeitet, uns aber nie aus den Augen verloren. In 2010 wollten wir gemeinsam beruflich durchstarten und haben uns das Branchenwissen im Bereich Floristik als Quereinsteiger selbst angeeignet. Und das kann sich sehen lassen: Unsere beiden Blumenläden in den Hamburger Stadtteilen Bergedorf und Niendorf sind seither sehr erfolgreich. Nun wollen wir den Online-Bereich ausbauen.

1 Kommentar zu "StartUps im Portrait: Duftgemüse – Frische Deals für Schnittblumen"

  1. Kuchler Elisabeth | 27. Dezember 2013 um 14:23 | Antworten

    Hallo,
    ich wäre interessiert an 14tägiger Lieferung von Blumen. Wie würde so ein Abbo aussehen.
    Welche, wieviele Blumen würde ich bekommen, Kosten ?
    Bitte um Nachricht – Idee wundervoll – Respekt !
    Lieber Gruß
    E.Kuchler

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